Kaalaanala - Feuer des Todes
Der Tod ist das natürliche, unweigerliche Ende des menschlichen Lebens auf der Erde. Somit ist der Tod Teil des Lebens und ist untrennbar mit ihm verbunden.
Wie geht unsere Gesellschaft damit um?
Der Tod wird verdrängt. Der Gedanke an den eigenen Tod oder an den
von nahen Angehörigen wird weit weggeschoben, das Gespräch darüber
gescheut. In Krankenhäusern und Heimen finden Menschen oft keine
würdige Umgebung zum Sterben und werden sofort nach Eintritt des
Todes "entsorgt". Nach dem Tod erwartet die Seelen (je nach
Glaubensrichtung) die Hölle, das jüngste Gericht oder ewige
Dunkelheit. Kein Wunder, daß der Gedanke an den eigenen Tod ein
ungutes Gefühl verursacht.
Was sagt Tantra zum Thema Tod?
Der Tod ist ein Übergang, ein Hinübergleiten in eine neue Bewußtseinsebene
der Seele. Im Moment des Todes ist tiefe Einsicht in die wesentlichen
Zusammenhänge der Welt und den wahren Charakter des menschlichen
Seins möglich. Er bietet die Chance des Wahrnehmens seiner Taten
und des Auflösens dieses Karmas. Die Seele ist unsterblich und eins
mit der ganzen Existenz.
An diesem Tag werden wir ehrliche Rückschau halten auf unser bisheriges
Leben. Haben wir unsere Zeit auf der Erde zu unserer eigenen Verwirklichung
genutzt oder waren Kompromisse Teil unseres Lebens? Haben wir Zeit verschenkt?
Wir ziehen Bilanz und nehmen Abschied.
Verschiedene Meditationstechniken bringen die Möglichkeit unseres
eigenen Todes und den Übergang in eine neue Ebene nahe. Wir kommen
bei unserer Essenz an, beim Wesentlichen.
Die Nacht schließt natürlich mit der Wiederkehr ins Leben - mit einem Ritual zur Erweckung der Sinne.
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