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Tantra und die Begegnung mit dem inneren Kind

 

Den inneren Prägungen auf der Spur

 

Wir erleben immer wieder, ob in unseren Seminaren oder in unserem persönlichen Umfeld, wie stark die Erinnerungen des "inneren Kindes" unsere Handlungen und unsere Gefühle bestimmen. Wir haben in unserer Kindheit verschiedene Dinge in Bezug auf Nähe und Distanz, Liebe und Angst, Wertschätzung und Ablehnung erlebt. Doch die Reaktionen jedes Menschen auf diese Themen sind sehr unterschiedlich. So kann die gleiche Situation, die bei einem Menschen Neugier auslöst, bei einem anderen Rückzug, ja sogar Angst hervorrufen. Den Schlüssel dazu finden wir in unserer persönlichen Geschichte und der (meist verdrängten) Gefühlswelt, die zu unseren frühen Erlebnissen gehört.

Wenn wir den Kontakt zum "inneren Kind" aufnehmen, setzen wir Kräfte frei, mit deren Hilfe wir viele Situationen leichter meistern und freudiger erleben können. Wir decken die Begrenzungen auf, die durch die Erziehung gesetzt wurden und die sich heute noch, meist in den Bereichen Partnerschaft und Sexualität, in unserem Leben auswirken. Das Selbstvertrauen und die Fähigkeit zu lieben steigt.

Bei all diesen Themen ist die Verbindung von Tantra - der Lehre von der Entfaltung der Liebe und der Lust - mit den Übungen zum Thema "inneres Kind" sehr wertvoll.

Wer sich selbst, sein Energiepotential und seine persönlichen Entwicklungschancen besser kennenlernen möchte, ist in diesem Seminar genau richtig.

 

Anne mit Mama

Anne 1 Jahr Anne 2 Jahre Anne 4 Jahre ... und mit 6 Jahren

 

 

Was passiert im Seminar?


1. Verschüttete Emotionen wecken und ausdrücken

Durch kraftvolle Strukturen aus Atem und Bioenergetik ermutigen wir die Teilnehmer, starke Emotionen zu entdecken und auszudrücken. Der Körper lügt nicht! Er trägt die Erfahrung unseres ganzen Lebens in sich und hilft uns durch die Freisetzung der eingesperrten Gefühle, diese Wahrheit anzuschauen und zuzulassen. Besonders die damals nicht erlaubten und im Erwachsenenleben meist ebenfalls nicht erwünschten Gefühle, die schon lange im Körper schwelen, wie Wut, Haß, Trauer, Verzweiflung, Angst, Ekel dürfen sich ausdrücken und befreien. Ein Gefühl ist niemals „negativ“, sondern eine Botschaft des Körpers und des inneren Kindes.


2. Verdrängte, schmerzhafte Erinnerungen zulassen

Mit dem Erwachen der Emotionen tauchen die verdrängten Erinnerungen aus der Kindheit auf: Erinnerungen an die Beschädigung des Selbstwertgefühls und der körperlichen Integrität durch Schläge, Vernachlässigung und Demütigungen und die Verletzungen des sexuellen Selbstverständnisses durch Worte und Taten der Erziehungspersonen, kurzum, die Zerstörung der Einheit von Körper, Geist und Seele, die wir in den ersten Lebensjahren erlitten haben.
Wir begleiten die Gruppe auf diesem Weg sowohl mit therapeutischen Strukturen als auch mit den Erfahrungen unserer eigenen Lebensgeschichte!


3. Wahrheit und Akzeptanz
Es ist uns bewußt, daß es schmerzhaft ist, die ganze Tragweite des Geschehens zu erkennen. In der Befreiung des Verdrängten und in der Akzeptanz der Dinge liegt jedoch der wichtigste Schlüssel. Wir müssen uns den Dingen, die wir am liebsten nicht wahrhaben wollen (SO war meine Kindheit?) stellen.
Das Kind von damals konnte nicht anders, als seine Eltern zu idealisieren, zu lieben, von ihnen eine Änderung zu erwarten und sich an sie zu klammern, weil es niemand anderen hatte zum Überleben als seine Eltern. Aber heute sind wir nicht mehr das Kind von damals!
In der Gruppe ist es möglich, seine Angst vor den Eltern (oder Elternfiguren) zu durchleben und zu verstehen. So können wir allmählich die destruktiven Bindungen auflösen.

4. Situation des abhängigen Kindes verlassen und an das eigene Erwachsenwerden wagen
Wir lernen als die Erwachsene, die wir heute sind, uns den Respekt und die Zuneigung zu geben, den uns die Eltern schuldig geblieben sind. Und damit können wir uns besser verstehen. Mit dem Respekt für uns selbst beginnt die Reparatur der Folgen der Vernachlässigungen. Wir können uns die Würde zurückholen, die man uns gestohlen hat, als man uns nicht als fühlende Menschen behandelte, sondern wie fügsame, leblose Objekte benutzt hat. Wir erobern uns die Integrität unseres eigenen Körpers und unserer Sexualität zurück.
Wir erkennen, wo wir unbewußt unser ganzes Leben lang um die Zuwendung unserer Eltern gekämpft haben, im Berufsleben, in unseren Beziehungen…
Wir hören auf, darum zu kämpfen - wir werden sie nicht mehr bekommen! Es ist ab jetzt die Rolle des „inneren Erwachensen“ in uns, das Kind nicht mehr im Stich zu lassen und ihm die Zuwendung zu geben, auf die es schon so lange wartet. Das Kind muß auch die Empörung des inneren Erwachsenen hören, um sich bei ihm sicher zu fühlen.

So können wir in Harmonie mit dem in uns lebendigen, einst missachteten und gedemütigten Kind leben. Dieses Kind wird so zum magischen Kind, welches der Hüter unserer Lebensfreude und unserer Kreativität ist.
Damit sind wir in der Lage, uns aus der Rolle zu hinauszubewegen, Opfer der Erziehung und der Unbewußtheit der Eltern und der Prägungen unseres Aufwachsens zu bleiben. Wir können die eigene Selbständigkeit entwickeln und uns selbst zu einem fühlenden, liebevollen, befreiten und lustvollen Menschen entwickeln.

 

Warum Verzeihen nicht hilft

Mit dem Wiedergewinn der eigenen Würde und der Erkenntnis unserer Wahrheit hören wir auf, die Eltern zu idealisieren, weil wir dies nicht mehr wie damals in der Kindheit nötig haben. Wir wissen, daß nichts an den alten Verletzungen vernarben kann, solange WIR uns nicht verändern und unser Leben selbst in die Hand nehmen. Es nützt nichts, daß wir unsere Eltern verstehen (die Prügel haben mir nicht geschadet, sie hatten ja selbst Probleme, sie konnten ja nicht anders, weil...), im Gegenteil: damit fügen wir unserem inneren Kind wieder neue Verletzungen zu.

"Menschen, die als Kinder bedingungslos geliebt wurden, können als Erwachsene mühe- und zwanglos ihren alten Eltern die Zuneigung erweisen, die sie einst selbst von ihnen empfangen haben. Menschen hingegen, die als Kinder misshandelt und betrogen wurden, entwickeln oft einen unterschwelligen Hass, den sie nicht selten an ihren Kindern auslassen, und den eigenen Eltern erweisen sie Dienste aus purer Pflicht, meist gekoppelt mit der Erwartung, dass diese endlich zu den Eltern werden, nach denen sich das Kind gesehnt hat. Daher führt die kindliche Treue im Erwachsenen nicht selten zur Heuchelei und Gewalt gegenüber Unschuldigen.
Der Misserfolg sehr vieler Therapien lässt sich durch die Tatsache erklären, dass sich die meisten Therapeuten selber in der Schlinge der traditionalen Moral befinden und ihre Klienten ebenfalls da hineinzuziehen versuchen, weil sie nichts anderes kennen. Sobald die Klientin zu fühlen anfängt und fähig wird, z.B. die Taten ihres inzestuösen Vaters eindeutig zu verurteilen, steigt in der Therapeutin vermutlich die Angst vor der Bestrafung durch die eigenen Eltern auf, wenn sie ihre Wahrheit sehen und aussprechen sollte. Wie anders lässt es sich verstehen, dass die Vergebung als Mittel der Heilung angeboten wird?"
(Alice Miller, Körper und Moral, 2003).

Vergebung passiert - irgendwann - von selbst... oder gar nicht...

 


Termin:  30.05. - 02.06.2019
Ort: Seminarhaus Krone, D-77773 Schenkenzell
(ziemlich genau in der Mitte zwischen Basel und Stuttgart)
Zeiten: Donnerstag 14 Uhr bis Sonntag ca. 16 Uhr
Seminarpreis: 295 Euro
+ Übernachtung/VP: ab 76 € pro Person und Nacht, je nach Zimmerkategorie
Anmeldeschluss:  14 Tage vorher

 

 

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